Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

Istanbul 2009

Borchert, Tobik, Ernst, Reiner, Horst, Eckhard

7.6. - 14.6.2008

1. Tag: Görlitz (EDBX), Spitzerberg (LOAS), Györ (LHPR)
2. Tag: Bekescsaba (LHBC), Sibiu (LRSB)
3. Tag: Baneasa (LRBS), Burgas (LBBG)
4. Tag: Istanbul (LTFJ)
5. Tag: Thessaloniki (LGTS)
6. Tag: Dubrovnik (LDDU)
7. Tag: Losinj (LDLO)
8. Tag: Straubing (EDMS), Görlitz (EDBX)

∑ 28.40 h, 4150 km (Hodometer: 4392 km), ??? Liter, Ø 145 km/h (153 km/h), ??,? Liter/h

Flugstrecke

Flugstrecke

Für unsere Idee, alle Zipfel Europas abzufliegen, brauchen wir nur noch eine Richtung: Griechenland. Aus genau diesem Grund steht unser diesjähriges Ziel eigentlich schon lange fest. Trotzdem läuft die Vorbereitung irgendwie schleppend und auf Sparflamme. Das die Fasci von November bis Mai AOG ist, senkt die Motivation weiter ab.

Eckhard dagegen schien voll in den Planungen zu stecken. Immer wieder kam eine Email mit einem neuen Link eines Reiseberichts Griechenland, eines Pireps oder eines neuen Flugplatzes. Zwei Wochen vor Abflug dann nochmal ein Telefonat und jetzt werden konkrete Wünsche artikuliert: "Versuch doch noch Genehmigungen für Rumänien, Bulgarien und vielleicht sogar die Türkei zu bekommen". Soso, jetzt wurde also sogar Ecki mutig. Von der Türkei wollte er im Winter noch gar nichts wissen.

Vor ein paar Wochen habe ich Werner Dupp beim Sachsenmarathon noch erzählt, dass wir gern spontan ohne große Planung losfliegen. Jetzt sitze ich über den Einfluggenehmigungen. Dafür muss ich aber ein Routing angeben. Mein größtes Problem ist die Reichweite der Zodiac und die mangelnde Verfügbarkeit von Benzin. Eine Woche vor Abflug habe ich endlich eine Route gestrickt, die wenigstens ohne Gegenwind machbar ist. Ich schicke das vorbereitete Routing zusammen mit den Informationen über Flugzeug und Besatzung per Email an die CAA Rumänien (relatii.internationale@caa.ro) und Bulgarien (caa@caa.gb). Beide Länder verlangen die Anträge eine Woche im Voraus. Die Türkei fordert dagegen zwei Wochen Vorlauf. Diese Frist kann ich jetzt schon nicht mehr halten. Im Internet hatte ich gelesen, dass sich Flight Ops von Instanbul, Sabiha Gökçen um solche Einfuggenehmigungen kümmert. Ich schicke einfach mal einen Antrag per Email und Fax an die Kontakte von der Homepage von Sabiha Gökçen. Ich verwende für alle Länder die selbe Vorlage von "Bölkowflieger" Ralf aus dem EDDH Forum.

Aus Bulgarien kommt innerhalb eines halben Arbeitstages kurz-, schmerz- und kommentarlos eine Permission Number per Email zurück. Einen Tag später eine Bestätigung von Flight Planning OPS Burgas.

Attn:TOBIAS KRETSCHMAR ACK ND CFM PRIVATE/1-ONE/ FLT AS YR E-MAIL BELOW PAYMENT :MASTER/VISA CC UVAIR/BP/AVCARD CFM RFLNG AVGAS 100LL BRGDS SOPHIA NEDKOVA/FLT PLNNG OPS A/P BOJ
Fraport Twin Star Airport Management AD
FLIGHT PLANNING BURGAS AIRPORT
SITATEX: BOJOCXH
email: flight_planning@bourgas-airport.com

Aha, Burgas gehört also zu Frankfurt. Und Christian schafft es tatsächlich, das Krypto-Rätsel ohne Google zu lösen.

Rumänien benötigt ungefähr genauso lange, nur um mir mitzuteilen, dass noch folgende Dokumente benötigt werden: Lufttüchtigkeitszeugnis, Jahresnachprüfung und Versicherungsbestätigung. Außerdem habe ich einen falschen Routenpunkt für den Grenzüberflug beantragt. Ich ändere das Routing und faxe die Dokumente nach Rumänien. Antwort: Wir benötigen alle Dokumente in englisch. Nur habe ich noch nie englische Dokumente wie JNP für ein UL gesehen. Auch unsere Versicherung ist nur deutsch. Ich biete an, Übersetzungen anzufertigen. Das wird akzeptiert. Dann herrscht Funkstille. Auch Rückfragen werden nicht beantwortet. Freitag Mittag (ein Tag vor Abflug) dann plötzlich eine Email. Ein anderer Mitarbeiter hat wohl meinen Antrag "geerbt". Wenn ich die Dokumente vorlege, könne ich innerhalb von 10 Minuten die Genehmigung bekommen. Wieder schicke ich alle Dokumente. Diesmal per Email. Wieder kommt die Antwort: Wir benötigen englische Dokumente. Wieder schicke ich Übersetzungen. Nach einigem hin- und her wird zunächst die deutsche JNP akzeptiert. Inzwischen ist es Freitag 16:00 Uhr. Um diese Zeit stellt mir in Deutschland keine Versicherung mehr eine englische Bestätigung aus. Ich mache lediglich einen netten Schwatz mit den Anrufbeantworter und schicke dann wieder eigene Übersetzungen nach Rumänien. Tatsächlich wird schließlich auch die Versicherung akzeptiert. Freitag Abend 19:16 Uhr kommt dann eine Email mit der ersehnten Romanian CAA approval number. Die Genehmigung gilt ab Sonntag für 72 Stunden.

Die Türken ignorieren mich komplett. Keinerlei Antwort. Im Internet habe ich gelesen, dass schon mal jemand die Genehmigung in Burgas beantragt und erhalten hat. Das ist meine letzte Hoffnung. Sonst müssen wir von Bulgarien direkt nach Griechenland fliegen.

Aktueller Stand ist jetzt: Geplanter Abflug Morgen (Sa). Die Wetterprognosen schlecht bis Sonntag. Einfluggenehmigungen für Rumänien von So-Di und für Bulgarien. Die Zodiac schafft die beantragten Strecken zwischen den Flugplätzen mit AVGAS nur ohne Gegenwind.

Die ganze Nacht suche ich mir bei Eurocontrol noch Anflugkarten für Rumänien, Bulgarien und Türkei zusammen. Die Türken haben hier immerhin sogar VFR Charts veröffentlicht. Für alle drei Länder gibt es weder VFR-Anflugblätter noch VFR-Karten zu kaufen. Die Strickmusterbögen mit den Airways zusammen mit PocketFMS müssen reichen.