Türkei 2009, 7. Tag
Sonnabend 13.06.2009
LDDU - LDLO
218 nm (403 km), 9:11-12:02 = 2.51 h
(FPL-DMNTH-VG
-5CH60/L-S/C
-LDDU0830
-N0075VFR DCT B DCT F ADREA1A SAL ADREA3 LOS DCT
-LDLO0315 LDSH LDZD
-DOF/090613
REG/DMVBB TYP/DAL4 REG/DMYLA TYP/TL20 REG/DMHBA TYP/FDCT REG/DMISY TYP/PNR3)
Frühstück gibts heute in Bikers Cafe mit Blick auf die Altstadt. Dann auf zum Flugplatz und über Terminal A und mit freundlicher Begleitung aufs Vorfeld. Borchert und ich wieder zu FlightOps wegen Rechnung, Wetter und Flugplan. Die anderen gleich weiter mit dem Vorfeld-Bus zum Flieger. Die Bezahlung dauert eine Weile, weil alle Flugzeuge eigene Rechnungen bekommen müssen. Wir machen inzwischen den Flugplan und Wetter. Heute sind 15kt Gegenwind angesagt.
Nach uns kommt auch gleich die schwäbische Truppe zu den Flugzeugen. Wir taxeln aber als erste zum Rollhalt 12, wie immer als Formation. Dort müssen wir allerdings noch warten. Dabei hören wir im Funk mit, wie sich jede nachfolgende Maschine einzeln meldet und alle individuell die exakt gleiche Rollfreigabe bekommt. Zum ersten Mal bekommen wir im direkten Vergleich verdeutlicht, wie effektiv eine Formation für alle Beteiligten ist.
Nach dem Abheben gehts raus übers Meer. Ab heute fliege ich in der Zodi. Damit läuft der Flugplan heute auf die D-MNTH. Als ich mich über Bravo melde, schickt uns der Tower erst mal ins Holding. Borchert wird später behaupten, das müsse auch so sein, wenn ich mich als DMVBB-Formation statt als DMNTH-Formation melde. Zwei Vollkreise und eine Nachfrage später werden wir zu Approach weitergegeben. Dort ist es entspannter und wir können auf Strecke gehen.
Wir fliegen die Adria 1A Route Richtung NW. Zunächst mal möglichst tief in 1500 ft, weil ich den Gegenwind fürchte. Das erweist sich als unnötig, wie sich hinter Zadar herausstellt. Und dort müssen wir sowieso unter 1500 ft bleiben. Ich habe das Gefühl, die Adria-Routen wurde extra als touristisches Highlight über die schönsten Inseln und Häfen geplant. Einfach unbeschreiblich und wunderschön.
Wieder hören wir fünf identische Anmeldung der Flieger hinter uns. Dazu fünf identische Request für die nächsten Meldepunkte, fünf gleiche Aufforderungen zum Sinken unter den Deckel von Zadar. Dort verschwinden die anderen dann Richtung Zadar Tower.
Wir fliegen noch ein Stück weiter bevor Losinj Island in Sicht kommt. Gegenwind gibts jedenfalls keinen.
Das Vorfeld ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Wir werden auf Gras abgestellt. Anker bekommen wir in diesen Boden nicht hineingedreht, aber das Wetter ist stabil. Wir haben keine Sorgen. Der Tankwagen kommmt sofort. Losinj macht den gemütlichen Eindruck eines Verkehrslandeplatzes. Springer werden abgesetzt, eine Extra macht im Abflug ihre Rolle. Trotzdem ist es ein kontrollierter Platz mit Tower, Zoll- und Passkontrolle. Nach einem Kaffee beschließen wir den Tag einen Tag sein zu lassen. Der Flugplatz-Bus bringt uns in ein Hotel nach Veli Losinj.
Jetzt wird erst mal Urlaub gemacht. Baden, dösen, wandern und den Sonnenuntergang im Restaurant am Meer beobachten.