Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

Schottland 2007 - 8. Tag

11.6.2007, Montag - England

Lands End (EGHC), Truro (EGHY), Bodmin (EGLA)

Route

Die Kirche steht nur wenige Meter neben dem Hotel und der Nebel ist echt.

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Trotzdem fahren wir raus zum Platz um bei Wetterbesserung starten zu können. Während die Nebelschwaden über den Platz ziehen und den Windsack abwechselnd freigeben und verstecken, bleibt uns reichlich Zeit, um Wetterberichte zu studieren, mit den einheimischen Piloten zu schwatzen und eine Runde am Flusi zu drehen.

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Die Streckenmetars geben Untergrenzen um 800 Fuß und Sichten zwischen 5000 und 8000 Meter an. Die Prognosen sind mit 1200 Fuß nur unwesentlich besser. Der Wetterbericht sagt eine Front südwestlich der Insel an, slow moving. Besonders im Süd-Westen und an der Südküste soll es Nebel geben und das Wetter allgemein schlechter werden. Für uns bedeutet das, jede Gelegenheit zu nutzen um wenigstens ein Stück von der Küste wegzukommen.

Gegen Mittag zieht sich der Nebel zurück. Die Inselflieger von Skybus machen ihre Britten Norman Islander zornig und starten Richtung Scilly Inseln. Einer schafft es, der zweite kommt etwas später dort nicht mehr runter und landet wieder in Lands End.

Das Wetter am Platz scheint stabil zu sein. Wir geben großzügig Campton Abbas als Flugziel an. Eine Empfehlung, die wir gerade von einem ansässigen Piloten bekommen haben. Direkt nach dem Start steht im Westen ein Nebelfeld und wir wollen schon wieder landen.

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Im Norden an der Küste ist das Wetter aber deutlich besser und wir fliegen in komfortablen 1000 ft bei guten Sichten ab.

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Lands End lässt uns solange nicht von der Frequenz, bis wir fast schon in die Zone von Pencenze einfliegen.

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Hier wechseln wir kurzzeitig an die Südküste.

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Dann geht es über Land weiter.

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Nach 30 Minuten erkundige ich mich bei der Formation nach dem Komfortlevel. Alle sind höchst zufrieden.

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Zwei Minuten später sinkt die Basis ab und die ersten Wolkenfetzen reichen bis ins Tal hinunter.

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Umkehrkurve. Gerade hatten wir den Flugplatz Truro passiert. Ein abgestelltes Flugzeug weißt uns den Weg. Im Funk meldet sich niemand. Wir setzen Blindmeldungen ab und bald schweben wir alle nacheinander ins Endteil der Piste 14.

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Es dauert nicht lange, bis ein Auto vorfährt.

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Zuerst bekommen wir einen Rüffel. Diese Bedingungen seien ja wohl kaum VFR. Wir verweisen auf die Metars und TAFs mit VMC und berichten von den akzeptablen Bedingungen von Lands End bis Truro. Die Stimmung ändert sich zusehends. Landegebühren müssen wir nicht bezahlen, weil unsere Landung eine "Weather diversion" war. Ob wir nicht erst mal was essen gehen wollen? Eigentlich nicht, denn wenn das Wetter besser wird, soll es weiter gehen. Halb zog er sie, halb sanks sie nieder... letztlich werden wir mit Autos zu Burger King gefahren. Borchert hebt die Stimmung indem er King Burger miemt.

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Inzwischen ist am Himmel sogar ein kleines blaues Loch zu sehen. Also machen wir einen neuen Versuch. Wieder geben wir großzügig Campton Abbas als Ziel an. Nicht zuletzt, wegen der eben gesparten Landegebühr. Bei durchschnittlich 10 Pfund/15 Euro ein nicht zu verachtender Vorteil.

Wieder fliegen wir ungefähr 15 Minuten bis zur MATZ von Mawgan. Die Basis ist jetzt etwas höher, dafür sind die Sichten schlechter. Es ist ziemlich diesig. Bei Fraddon wird die Sicht zu schlecht für VFR. Wieder dreht die Zodi-Mutterkuh um. Weiter nördlich an der Autobahn sind die Sichten besser. In Bodmin scheint sogar kurzzeitig die Sonne.

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10 Minuten später drehen wir wieder um, weil die Bedingungen voraus unzureichend sind. Zurück nach Bodmin.

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In Bodmin können wir nochmal tanken. Dann telefonieren wir wieder alle Plätze vor uns ab. Wir hoffen noch einen Hüpfer machen zu können, aber alle Berichte sind trostlos. Also geben wir auf und binden die Flieger an. Immerhin haben wir uns heute 100 km Richtung vom englischen Schlecht-Wetter-Pol der nächsten Tage entfernt. Wenn wir in Lands End geblieben wären, hätten wir das Wetterfenster wahrscheinlich endgültig verpasst. Dort ist nämlich zunehmender Nebel angesagt.

Ein Taxi bringt uns nach Bodmin. Das Hotel ist parfümiert wie ein Landpuff. Der angeschlossene Pub serviert nur Getränke. Wir wandern in die Stadt und finden einen sehr ursprünglichen Pub. Wir flüchten, als ein Animateur in unglaublicher Lautstärke mit allen einen Quiz machen will.

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