Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

Schottland 2007 - 3. Tag

6.6.2007, Mittwoch - England, Schottland

Kirkbymoorside - Wombleton0.08 h2 NM4 km
Wombleton - Fadmoor0.12 h5 NM9 km
Fadmoor - Bagby (EGNG)0.13 h12 NM23 km
Bagby (EGNG) - Kirkbymoorside0.17 h13 NM24 km
Kirkbymoorside - Fife (EGPJ)2.13 h139 NM258 km

Route

Die neue Batterie soll erst zwischen 15:00 und 16:00 Uhr geliefert werden. Damit uns der Tag fliegerisch nicht ganz verloren geht, wollen wir ein paar Plätze in der nächsten Umgebung anfliegen. Auf ein Taxi zum Flugplatz verzichten wir und laufen stattdessen 20 Minuten. Zeit spielt heute früh keine Rolle.

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Das Wetter ist ziemlich trübe. Der BBC Fernseh-Wetterbericht hat Recht behalten. Für die Ostküste sind Wolken und Dunst vorhergesagt, im Westen soll die Sonne scheinen.

Borchert fliegt zunächst bei Horst in der CT mit. Die Fasci ist ja vorerst gegroundet. Zuerst schauen wir uns die Kreuzpiste von Wombleton aus der Luft an.

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In der Piste 10 scheint ein zwei Meter breiter Streifen in besserem Zustand zu sein. Die Zodi macht eine Testlandung und auch Ernst holt sich den Platz ins Flugbuch. Alle anderen verzichten wegen des Pistenzustandes auf die Landung. Die Piste 04 ist in ordentlichem Zustand und von hier gelingt der Start ohne Probleme.

Nächstes Ziel ist Fadmoor. Ein Farmstrip, der eigentlich nur für Kunden der Farm benutzbar ist. Zur Not könnten wir ja ein Schnitzel kaufen. Hauptsache, es lebt nicht mehr. Es gibt zwei Pisten, beide mit beachtlichem Höhenprofil.

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Im kurzen Endteil stieben Vögel von der Piste auf. Christian startet durch. So kommt die Zodi diesmal als letzte Maschine rein.

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Wir pilgern rüber zu den Farmgebäuden. Zunächst finden wir eine Werkstatt/Hangar mit einer PA28 mit ausgebautem Motor. Dann suchen wir weiter im Stall nach dem Bauern und stolpern über ein abenteuerliches Flugzeugwrack (PA34?).

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Der Bauer ist etwas verwundert über unsere Anwesenheit. Aber wir hatten vorher angerufen. Die Begrüßung ist freundlich. Er ist ehemaliger RAF-Pilot und hat in Deutschland gedient.

Da die Fasci heute nicht mit ist, dreht Borchert eine Platzrunde in der Zodi, um Fadmoor ins Flugbuch zu bekommen.

Der nächste Flug geht nach Bagby. Vorbei an dem weißen Pferd von Kilburn beim Segelflugplatz Sutton Bank. Das Pferd hat ein Lehrer mit seinen Schülern Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt und mit Kalkstein versehen. Heute wird es regelmäßig gerodet und mit weißer Farbe aufgefrischt.

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Bagby ist ein kleiner Platz für die allgemeine Luftfahrt.

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Heute, mitten in der Woche am Vormittag, eher verschlafen. Wir tanken alle Maschinen voll. Nur für die Fasci werden wir bei Slingsby Sprit organisieren müssen.

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Dann machen wir es uns im Clubraum bequem.

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Aus dem Nichts tauchen zwei Red Bull Mädels auf, wie wir sie von Tannkosh 2005 kennen. Ecki läßt diese Gelegenheit als Einziger nicht ungenutzt. Das Wetter wird nochmal genau unter die Lupe genommen. Es bleibt dabei: Ostküste Wolken, Westküste Sonne.

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Von Bagby nach Kirkbymoorside tausche ich mit Borchert den Copilotenplatz in der CT. Wir hatten ja beide schon mal unisono die Ur-CT geflogen und abgelehnt. Die CTSW ist da schon besser.

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Zurück in Kirkbymoorside wandern Ernst und Borchert sofort ins Dorf zu Russels, um die Batterie abzuholen.

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Reiseleiter Christian organisiert inwischen 20 Liter Slingsby-AVGAS für die Fasci und wir zahlen 10 Pfund Landegebühr pro Flieger. Die Katschmareks ruhen sich von den "Strapazen" des Tages aus :-)

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Die Suche nach dem nächsten Flugplatz ist schwieriger als erwartet. Alle Plätze in der Umgebung von Edinburgh sind entweder telefonisch nicht erreichbar oder haben keinen Sprit. Frustriert holt Christian den Joker Glenrothes/Fife aus dem Ärmel. Diesen Platz hat er schon seit 19 Jahren im Flugbuch und damit fällt er in der Flugplatz-Statistik einen Platz zurück.

Borchert und Ernst sind überraschend schnell zurück. Alles ist vorbereitet und so dauert es nicht lange bis die Fasci fertig ist. Borchert startet zu seinem Werkstattflug. Unerwartet läßt er einen tiefen Überflug krachen. Es ist also alles in Ordnung.

Der Flug geht zunächst unter niedrigen Wolken nach Norden. Bald fliegen wir über eine hügelige Moorlandschaft, den North York Moors National Park. Daher hat Kirkbymoorside also seinen Namen.

Hinter den Hügeln tauchen wir wieder ins Flachland und kreuzen die Kontrollzonen von Durham (Middlesbrough) und Newcastle.

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Bald fliegen wir über die schottischen Lowlands. Das ist die faszinierende Hügellandschaft des Northumberland National Park. Östlich erstreckt sich die vorhergesagte Wolkendecke bis zur Nordsee. Westlich ist alles wolkenfrei. Bald liegt jedoch auch auf unserem Kurs eine geschlossene Wolkendecke. Scotch Mil, unsere aktuelle FIS Frequenz, gibt uns die Metars von Edinburgh und Dundee durch. Edinburgh meldet CAVOK, Dundee durchbrochene Bewölkung. Wir entschließen uns On Top, aber mit "horizontaler" Erdsicht weit im Westen, auf Kurs weiterzufliegen. Nach 20 Minuten löst sich die Wolkenschicht tatsächlich in Dunst auf.

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Kurz vor Edinburgh sinken wir in die Dunstschicht. Ein Durchflug durch die Kontrollzone wird nicht genehmigt. Übrigens die einzige Ablehnung auf unserer gesamten Reise. Deshalb müssen wir östlich ausholen, bis zum Flugplatz East Fortune bei Dirleton.

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Der Firth of Forth ist hier ungefähr 15 km breit. So dicht am Wasser verdichtet sich der Dunst zu einer Mittelding aus Nebel und Wolken.

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Wir testen zunächst, ob wir über Wasser einen Horizont erkennen können.

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Bald taucht sogar das andere Ufer auf. Unter tiefen Wolken schleichen wir uns um die Hügel herum. Nur noch wenige Kilometer bis Fife. Weiter nördlich wird es bald wieder heller und die Basis hebt bei Fife schon wieder an.

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Den Flug nach Fife bin ich in der Fasci geflogen. Während des ganzen Fluges hatte ich die Ladekontrolllampe beobachtet. 30 Minuten nach dem Start schaltete sie sich zum ersten Mal für 2 Minuten ein. Dann kam sie nach 10 Minuten wieder usf. Bis Fife hatte sich das Verhältnis auf 5 Minuten an, eine Minute aus umgekehrt. Das ist mindestens verdächtig.

Wir werden herzlich begrüßt. Die Maschinen werden verzurrt und alles ausgeräumt. Angeblich gab es hier kürzlich Probleme mit Diebstahl.

In Fife gibt es ein klasse Flugplatzrestaurant. Wir essen gleich hier Abendbrot und feiern unsere Ankunft in Schottland. Unser Zeitgefühl ist etwas durcheinander, denn 22:00 Uhr ist es hier im Norden noch lange nicht dunkel. So kommen wir erst sehr spät im Hotel an.