Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

Italien 2006 - 11. Tag

3.6.2006, Sonnabend - Slowenien, Österreich, Ungarn, Tschechien

Portoroz (Sl) Maribor (Sl) Pinkafeld (A) Brno (Cz)

Route

Das Flugplatz Taxi holt uns früh wieder an der Pension ab. Die Wetterberatung ergibt für die gesamten Ostalpen, bis weit nach Ungarn hinein, unfliegbare Untergrenzen und Regen. In Portoroz ist das Wetter aber noch akzeptabel. Wir filen einen Flugplan bis nach Fertoszentmiklos/Ungarn mit Alternate Maribor/Slowenien.

Nach dem Start drehen wir noch eine Runde über unsere Pension direkt den historischen Salinen von Portoroz.

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Ein letzter Blick Richtung Hafen und Meer.

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Dann wenden wir uns endgültig den Bergen zu.

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Das einzige slowenische Sperrgebiet ist aktiviert. Deshalb halten wir uns an die VFR Route über RAZDR, PLANI, VELIK.

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Südlich von Ljubljana müssen wir dann doch um das Kreuzen des Deckels von LJLJ bitten, um den ersten lokalen Schauern™ auszuweichen.

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Die ganze Zeit stampfen wir gegen einen kräftigen Gegenwind an. Nicht mehr weit vor Maribor überfliegen wir eine Bergkette. Dabei beginnt ein Rodeo, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Der Fotoapparat, das einzige unangeschnallte Gepäckstück, wird schon bei den ersten Schlägen unerreichbar weit nach hinten geschleudert. Ich hänge in den Gurten und muss an Günter denken. Der pflegt zu sagen: "Heute sind mir wieder die Taschen um die Ohren geflogen. Da bin ich immer froh, dass die Zodi solche dicken Flächen hat." Ich kann mich nur damit trösten, dass die Fasci in der Formation mit unkritischer Zodiac-Geschwindigkeit unterwegs ist. 5 Minuten später ist der Spuk vorbei.

Dafür beginnt es jetzt zu regnen. Das muss der angekündigte Oststau sein. Wir nähern uns dem Flachland, in dem auch der Flughafen Maribor liegt. Wir entschließen uns Maribor als Alternate in Anspruch zu nehmen. Umso mehr sind wir verwundert, als wir im Funk hören, wie in Maribor die Segelflieger Platzrunden fliegen.

Ungläubig fliegen wir an den Platz heran. Der Regen hört zwar auf, aber von gutem Wetter kann keine Rede sein.

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Wir bekommen Benzin und wärmen uns dann im Office auf.

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GAFOR meldet die Route über Graz als dicht, Ungarn marginal. Das Satellitenbild zeigt aber eindeutig eine große Lücke über Graz. Wir entschließen uns für diese Route, denn hier fliegen wir in den Grenzen des Schengener Abkommens und es gibt genug Ausweichflugplätze. Der Flugplan nach Stockerau ist schnell akzeptiert. Eine neue Grenzabfertigung brauchen wir angeblich nicht.

Nach Norden wir das Wetter tatsächlich besser. In Graz haben wir sogar ein paar blaue Flecken und Sonnenschein.

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Die Lage ändert sich erst, als wir kurz hinter Pinkafeld über einen Bergrücken fliegen. Urplötzlich ist die Basis unten. Die Wolken liegen auf.

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Umkehrkurve in Formation und zurück nach Pinkafeld. Die Verständigung mit FIS war schon die ganze Zeit schlecht. Deshalb können wir uns nicht abmelden, sondern rufen sofort LOGP. Dort meldet sich auch niemand. Für uns ist das jetzt aber eine Sicherheitslandung. Wir schweben zu dritt auf die 33 und rollen ab. Aus der Flugleitung kommt ein ungläubigig blickender Flugleiter. Der Platz ist eigentlich wegen aufgeweichter Piste geschlossen, wir werden aber trotzdem herzlich empfangen.

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Nach einer Stunde haben wir einen neuen Plan. Wir werden von Pinkafeld um die Berge herum nach Osten ausweichen und dann durch die ungarische Tiefebene nach Norden fliegen. Mit neu gefüllten Tanks können wir jetzt bis Brno planen.

Dieser Plan geht auf. Nach 15 Minuten sind wir durch die letzten Berge durch und fliegen unter ansteigender Basis und 4/8 Bewölkung über flaches Land. Der Zipfel Ungarn, den wir anschneiden, ist unser 7. Land auf dieser Reise.

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Die Kontrollzone von Wien umfliegen wir.

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Dann geht es die slowakische Grenze nach Norden Richtung Brno. Wir bekommen eine Ermahnung vom österreichischem FIS, ihren Luftraum nicht zu verlassen. Zu spät. Die Slowakei ist unser achtes Land.

Die österreichisch-slowakische Grenze entlang sehen wir viel überschwemmte Gebiete, bevor wir auf die tschechische Grenze stoßen.

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Bis Brno ist es dann nicht mehr weit. Die riesige Piste leuchtet im Abendlicht.

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Wir schieben die Flieger auf die Betonparkflächen im Gras und binden an. Der Tankwagen kommt direkt zum Flugzeug.

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Im Terminal ist jede Menge Touristenverkehr. Brno wird unter anderem von Reier-Air bedient.

Unser Taxi ist ewig unterwegs. Wir haben den Eindruck, er fährt uns quer durch die Stadt. Zum Glück sind es noch keine französischen Preise.

Der Abend endet im Hotelrestaurant.