Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

Italien 2006 - 6. Tag

29.5.2006, Montag - Italien

Serristori (I) Sabaudia (I) Scalea (I)

Route

Der Morgen beginnt mit einem gemütlichen Frühstück.

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Dann machen wir die Maschinen fertig und starten Richtung Sabaudia südlich von Rom.

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Wir fliegen zuerst zum Westufer des Lago Trasimeno. Dann hüpfen wir über ein paar Berge nach Süden bis zur Autobahn E36. Von dort geht es IFR (i follow road) um die Kontrollzonen von Rom herum.

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Auf jedem Hügel scheint sich eine Stadt zusammenzukauern.

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Alles sieht sehr wehrhaft, romantisch und südländisch aus.

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Unter einer Dunstglocke können wir in der Ferne sogar Rom erahnen, während wir uns an einem Berghang entlang um eine Kontrollzone herumpressen.

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Bevor wir wieder auf die Küste treffen versperren uns noch einmal Berge den Weg. Der Westwind sorgt wieder für Staubewölkung. Wir müssen etwas klettern und schummeln uns über einen Pass. Urplötzlich breitet sich vor uns eine große Ebene aus, über die wir gemütlich ans Meer gleiten.

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Sabaudia ist schnell gefunden. Die Geländemerkmale sind so eindeutig, dass wir noch nicht mal aufs GPS schauen. Christian setzt unsere Pidgin-Meldungen, eine Mischung aus italienisch, französisch und englisch ab. Überflug, Windsack gucken und wir schweben auf der Piste 14 ein.

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Nach dem Abrollen bleiben wir auf dem Rollweg stehen um noch ein Foto von der Fasci bei der Landung zu machen. Da meldet sich zum erstenmal jemand im Funk und mahnt uns husch husch zur Abstellfläche zu rollen.

Benzin gibt es hier aus einer richtigen Zapfsäule, wenn auch die Pistole in einer Plastiktüte steckt. Wir bekommen einen Espresso und schwätzen mit den Piloten. Borchert repariert mal wieder seine Schuhe. Diesmal bekommt er Gewebeklebeband. Das rettet ihn über den Urlaub.

Unser eigentliches Ziel war ja nicht Italien, sondern Schottland. Deswegen enden unsere italienischen Karten in Sabaudia. Leider können wir unterwegs nirgendwo Karten kaufen. Also übertragen wir alle wichtigen Information in unseren Fliegeratlas und kopieren die wichtigsten Ausschnitte. Die Führungsmaschine bekommt die besten Karten. Für die Nachfolgenden gilt: "Schnauze halten - dran bleiben."

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Auch im weiteren Verlauf sollen wir wegen Neapel nicht der Küste Richtung Süden folgen.

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Wir weichen wieder ins Landesinnere aus. Hier ist es überall bergig. Die Besiedlung konzentriert sich nicht mehr auf die Hügel sondern verstreut sich in der Landschaft.

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Die Zodiac, unsere Mutterkuh, stampft stur geradeaus, während TL96 und Fasci miteinander spielen.

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Irgendwann müssen wir aber doch wieder zur Küste durchstoßen. Die Berge sind von Wolken eingehüllt aber manchmal zeigt sich ein offener Paß. Wir kämpfen uns bei Mittagshitze mühsam durch die Abwinde nach oben. Die Zodi hat es mit zwei Mann Besatzung besonders schwer. Andererseits wird die Fasci bei diesem Tempo zu heiß und beginnt weite Schleifen zu ziehen.

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Am Ende rutschen wir durch das Loch im Wolkenstau ins Licht der Westküste. Und hier fliegen wir zum ersten Mal in wenigen Fuß übers offene Meer und genießen den berauschenden Blick auf die Küste.

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Noch 20 Minuten bis Scalea.

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Wir erwarten eine 800 Meter Graspiste. Entsprechend groß ist die Verwirrung, als wir nur eine riesige Asphaltpiste entdecken können. Zum Glück sind wir angemeldet. Es ist jemand im Funk und versichert uns glaubhaft, die Asphaltpiste wäre genau richtig. Wir umfliegen große Schwärme von Seevögeln und setzen sanft auf einer jungfräulichen Piste auf.

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Antonio ist der Airportmanager und erklärt uns, der Platz würde nach seiner Rekonstruktion erst im Juli wieder offiziell geöffnet. Insgesamt machen Platz und Gebäude aber bereits 1 Monat vor Eröffnung einen sehr fertigen Eindruck! Ein paar Bauarbeiter sind trotzdem noch zu sehen.

Benzin hat Antonio nicht für uns. Auch keine Karten. Aber 17:00 Uhr soll Francesco kommen. Der hat angeblich Benzin und Landkarten und überhaupt alles fürs reisende Fliegervolk. Da es gerade erst 14:00 Uhr ist soll uns ein Bauarbeiter zu einem Restaurant in die Stadt fahren. Wir quetschen uns zu sechst in dessen Opel und ab geht die Fuhre. Diese Art der Fortbewegung wird südlich von Neapel für uns zum Standard werden.

Das Essen ist prima, wenn auch nicht alle gleich gut mit Spagetti und Seefrüchten und Muscheln zurecht kommen.

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Tatsächlich erscheint pünktlich 17:15 Uhr wie versprochen Francesco und fährt uns mit seinem Golf zurück zum Flugplatz. Unterwegs hält er an einer Tankstelle an. Wir befürchten schon, er will zusätzlich zu den 6 Insassen noch 100 Liter Benzina Verde in den Kofferraum laden. Aber nein, wir werden an der Tankstelle nur ausgeladen und Francesco verschwindet um Kanister zu holen.

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Eine Stunde später sind wir schließlich wieder alle zusammen mit 4 großen Kanistern auf dem Flugplatz und befüllen unsere fliegenden Kisten.

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An eine Strecke ist um diese Zeit nicht mehr zu denken. Also bedanken wir uns bei unseren Gastgebern und laden sie zu einem Flug ein. Der Bauarbeiter sieht zum ersten Mal seine Heimat von oben und Francesco probiert vorsichtig die Fasci aus. Auch Antonio hat einen Gast und dreht eine Runde mit seiner SkyArrow.

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Bei aller Gastfreundschaft, Landkarten kann uns Francesco auch nicht verkaufen. Höchstens eine borgen, über Nacht, damit wir in aller Ruhe malen können...

Dann werden wir wieder zurück ins Hotel gebracht. Wir schnappen uns ein Handtuch und laufen die 50 Meter bis zum Hotelstrand.

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Dort gehen wir zusammen mit der Sonne im Mittelmeer baden.

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