Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

Italien 2006 - 1. Tag

24.5.2006, Mittwoch - Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich

Görlitz (D), Eisenach (D), Koblenz-Winningen (D), Sedan Douzy (F)

Route

Der Flugleiter ist 15 Minuten früher da und lässt uns schon 9:45 Uhr starten. Das gibt uns einen kleinen Vorsprung, den wir wegen des heftigen Gegenwindes bitter nötig haben. Mit Ernst ist der Treffpunkt in Eisenach verabredet. Günter will in Leverkusen zu uns stoßen. Die Luftlinie führt uns direkt über den Flughafen Dresden. Das Kreuzen der Kontrollzone ist wie immer kein Problem, obwohl für Dresdner Verhältnisse relativ viel los ist.

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Nachdem wir die Dresdner Frequenz verlassen haben beginnen wir auf unserer verabredeten Luft-Luft-Frequenz Ernst zu rufen. Querab Altenburg kommt dann endlich: "Lima Alpha gerade in Großrückerswalde gestartet mit Kurs Jena" Nördlich Jena verschwindet Borchert mit der Fasci nach Süden um sich mit Ernst zu treffen. Wir hören sie zuerst im Funk rätseln und dann jubeln.

Jetzt müssen die beiden noch die Zodi finden. Christian meldet uns "Bei Weimar über dem Hügel mit Waldkante und Denkmal". Wir treffen uns also über dem Ettersberg und wechseln sofort nach Erfurt, um auch dort noch einen Überflug zu machen. Die Kontrollerin in Erfurt ist hörbar erfreut ob dieser Abwechslung und lässt uns übers lange Endteil in die Kontrollzone und im Direktabflug wieder raus. So wenig Betrieb habe ich auch noch nicht erlebt. Ein Flächenwackler wird auch in Erfurt mit Klick-Klick begrüßt.

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Schnellstmöglich wird jetzt Eisenach gerufen. Der Flugleiter scheint leicht besorgt und meldet Piste 28, Wind 220° 23kt, empfehle lange Landung wegen starken Verwirbelungen auf der Bahn. Damit hat er durchaus Recht und die Landung fällt sportlich aus.

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Zunächst mal großes Hallo mit Ernst und Bernd. Dann gibt es ein Mittagessen in der Flugplatzkneipe und besorgte Blicke in den Himmel und zum Windsack. Der Wettermann meldet für Leverkusen Gewitter und noch mehr Seitenwind als in Eisenach. Wir planen um und nehmen Koblenz als nächstes Ziel.

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Nach dem Start in Eisenach erwischen wir ein paar lokale Schauer, aber bald bessert sich das Wetter. Unterwegs versuchen wir immer wieder Günter in der Delta-Mike-Wiskey-Lila-Bratwurst zu rufen. Auf der Frequenz ist aber immer Funkstille. Borchert macht unterwegs den Verkehrsflieger und kommentiert die Staus auf der A5.

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In Koblenz schieben wir die Flieger an die Tankstelle. Dabei entdecken wir Günter im Endanflug. Der hat alle unsere Funkmeldungen gehört aber sich nicht gemeldet. Damit sind wir komplett.

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Natürlich wollen wir heute Abend noch französisch Essen. Nach einem Kaffee und etwas Flugplanung geht es weiter Richtung Sedan.

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Wir fliegen 60 Minuten am Rand eines riesigen pechschwarzen Regengebietes entlang durch Belgien und Luxemburg. Dabei kämpfen wir gegen 25 kt Gegenwind an. Irgendwann tut sich in der schwarzen Wand (Originalton Christian: "Lokaler Schauer") eine kleine helle Lücke auf und wir schlüpfen durch ins goldene Abendlicht über Sedan.

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Die Zodi schwebt zuerst rein und dahinter Ernst in der TL96. Der bleibt gleich auf der Piste stehen und rennt ums Flugzeug - Plattfuss. Also schieben wir mit vereinten Kräften den Flieger 500 m bis auf die Abstellfläche. 10 min später hat Ernst das Rad in der Hand und wir sind abmarschbereit ins Dorf.

In Douzy gibt es keine Unterkunft. Die Suche nach einem Taxi für 6 Personen gestaltet sich schwierig und der Nachtzuschlag ist beträchtlich. Inzwischen ist es schon dunkel geworden.

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Auch in Sedan kommen wir erst im dritten Hotel unter. Für uns wird die Küche extra nochmal aufgemacht.

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