Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

13. Oktober 2007 - Stipvisite in Beilrode

Tobik: Görlitz-Beilrode/Torgau-Locktow-Görlitz

Flugstrecke

Flugstrecke

Eigentlich soll es heute ein gemütlicher Ausflug nach Bienenfarm und eine Runde um Berlin werden. Als ich aber den Fasci-Motor mit dem Anlasser durchdrehe, scheint die Batterie etwas müde. Das deckt sich mit dem nach Schottland eingebauten Spannungsmesser. Ich hole also lieber erst mal das Werkzeug und baue die Batterie aus. Das ist bei der Fasci schon mal Beschäftigung für 60 min.

Auf die Batterie fülle ich Wasser. Den Regler wechsle ich gegen einen regenerierten. Bis jetzt war noch der in Schottland nachgelötete Regler drin.

Als ich zwei Stunden später endlich starte ist es fast 13:00 Uhr. Viel zu spät für Berlin, wenn ich wie geplant 15:00 Uhr wieder zurück sein will. Alternativ bleiben Torgau-Beilrode für einen Schwatz mit Eike Damer oder Locktow zu Frank Miklis. Frank hat uns mal mit dem Kremen-Propeller der Zodi geholfen und ich wollte mich gern persönlich bedanken.

Die Fasci schnurrt sanft durch die Luft. Keine Turbulenz regt sich. Die kühle Luft trägt und mit Halbgas steigt die Fasci bei 170 km/h mit 2 m/s in den Himmel. Der Regler regelt, die Sonne scheint und das Leben ist schön. Einziger Wermutstropfen ist die vergessene Kamera. Ich habe leider nur das Handy dabei.

Dünne Wolken

Dünne Wolken

PocketFMS

PocketFMS

Wolkenstraße

Wolkenstraße

Das eigentlich bemerkenswerte an diesem Flugtag ist das Wahnsinns-Wetter. Die Basis der 4/8 Bewölkung ist bei 4000 Fuss. Die Wolkenschicht ist nur 500 Fuss stark und oben und unten hart begrenzt. Die Sichten sind gigantisch von Pol zu Pol. Ich suche mir ein großes Loch um über die Wolken zu klettern. Über 5000 ft muss ich den Transponder anschalten. Das wiederum scheint dem Regler gar nicht zu gefallen. Die Spannung fällt wieder unter 12 V.

In FL65 überfliege ich den Dresdner Deckel. Kurz darauf muss ich auch schon meinen Sinkflug planen. Die Fasci frisst die Kilometer eben doch ganz anders als in Formation mit der Zodi. Nachdem ich unter den Wolken den Transponder wieder ausschalte, steigt auch die Spannung wieder Richtung 13V, gut. Beilrode meldet sich erst mal nicht im Funk. Ich drehe ein paar Kreise über dem Platz, dann knackt es wenigstens im Funk. GPS und Windsack schicken mich in den rechten Gegenanflug zur 08.

W. Schwarzheide

W. Schwarzheide

Sinkflug

Sinkflug

N. Elsterwerda

N. Elsterwerda

Nach der Landung werde ich freundlich begrüßt. Ich frage nach Eike und ernte ein schiefes Grinsen: "Den gibts hier nicht mehr. Ist jetzt in Halle, hat Streifen auf der Schulter und fliegt schweres Eisen." Schade!

Ich halte mich nicht lange auf und will gleich weiter nach Locktow. Die freundliche Verabschiedung geht ungefähr so: "Tschüß, guten Flug und erwarte nicht zuviel Gelaber im Funk."

Die 60 km bzw. 20 min lohnt es nicht über die Wolken zu klettern. Ich folge der Elbe nach Norden, bis sie nach Westen Richtung Wittenberg abbiegt. Jetzt muss ich bloß warten, bis die A9 vor der Nase auftaucht. An dieser Stelle sollte dann auch der Flugplatz Locktow sein. "D-MVBB, Locktow Info, Hallihallo" "D-BB, Locktow" "D-BB 2 Meilen südlich, 2500 ft, zur Landung." "D-BB, Locktow ist gesperrt" "D-BB verstanden und tschüss". Ein Kreis über dem Platz zeigt jede Menge Leute, Autos und Zelte. Das sieht irgendwie nach Volksfest aus.

Grabow+Locktow

Grabow+Locktow

Lausitz

Lausitz

Restloch

Restloch

Ich wende die Fasci-Nase zurück nach Osten und klettere über die Wolken. Ein kleiner netter Rückenwind schiebt mich mit 230 km/h Groundspeed zurück nach Görlitz. Der Flugplatz Welzow versucht sich unter den Wolken zu verstecken, aber es gelingt ihm nicht. Genausowenig wie dem Kraftwerk Boxberg.

Welzow

Welzow

Boxberg

Boxberg

Talsperre Bautzen

Talsperre Bautzen

Boxberg

Boxberg

Landeskrone

Landeskrone

EDBX-EDOG: 0.54 h
EDOG-Locktow-EDBX: 1.21 h
Spaß: unendlich