Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

Mogas' Pappenfete in Weiden

René hat zur Pappenfete geladen. Nachdem ich Tempelhof verpasst hatte, wollte ich diesmal wieder dabei sein.

Sa, 07.07.2007

Mit Renaplan hatten wir 15:00 Uhr als Ankunftzeit vereinbart. Übers Internet gebe ich einen Flugplan quer über die Tschechei auf.

(FPL-DMVBB-VG
-DAL4/L-V/C
-EDBX1130
-N0100VFR RODOX DCT RANA DCT DOPOV DCT VEMUT
-EDQW0130 EDQD
-EET/LKAA0015 EDMM0115 RMK/CI253348 DOF/070707)

Als ich 13:00 Uhr in Görlitz auf den Platz komme, rüttelt der Wind an den Bäumen. Unser Flugleiter meldet allerdings nur 260° 20 Knoten. Ich rufe in Weiden an und werde vom Flugleiter mit 30 Knoten Cross geschockt. Das muss ich nicht haben. Ich verschiebe meinen Flugplan um 120 min und gehe erst mal bei Taxi-Peter einen Kaffee schnorren.

Zwei Stunden später nochmal ein Anruf in Weiden. Jetzt werden nur noch 25 kt Cross angesagt. Ausserdem sind schon Fascis gelandet. So schlimm war es wohl doch nicht. Also hüpfe ich in die BB und rolle zum Start.

Ich habe die 20 Knoten direkt auf der Nase. Ausserdem ist es sehr turbulent, so dass ich nicht so schnell fliegen kann. Über die Wolken kann ich wegen des Prager Luftraums nicht steigen. Zudem befürchte ich dort noch mehr Gegenwind. Ich schleiche also mit 155 km/h Groundspeed durch Tschechien. Umso mehr Zeit habe ich zum Genießen der Aussicht.

Die Verständigung mit Praha Information ist wie immer perfekt. Kurz vor der Grenze dann Handover nach München. Leider bekomme ich München bis kurz vor Weiden nicht in den Funk. Ich höre andere Flugzeuge aber München ist nur mit 1-2 zu verstehen. Meinen Flugplan kann ich also nicht wie geplant schon in der Luft schließen.

Der Anflug auf Weiden ist entspannt. Zwar meldet der Flugleiter immernoch 20 kt aus West, bei der Landung ist davon aber nicht viel zu merken. Ich sehe die anderen Fascis schon stehen und werde gleich rangewunken.

Hangarparty

Hangarparty

Dominik

Dominik

Entspannen

Entspannen

Freundlich werde ich von René begrüßt. Auch Britta, Hartmut, Cornelia und Werner sind schon da. Aus dem Kühlschrank gibt es das versprochene Scherdel und auf den Grill wird sofort ein neuer Streifen Rippchen gelegt. Wir schnattern und lassen es uns schmecken.

Fasci-Treffen

Fasci-Treffen

Irgendwann bleibt mir ein Bissen im Halse stecken. Mein Flugplan!?! Der ist ja noch offen. Ich flitze zum Flieger um die Telefonnummer von AIS rauszusuchen. "Kretschmar, hallo. Ich muss noch meinen Flugplan schließen" "Hallo Herr Kretschmar! Bissel spät, oder?" "Ähmm - ja" "Ich habe inzwischen den Flugleiter angerufen und ihren Flugplan schon geschlossen. Alles OK." "Uhmm - VIELEN Dank!!!"

Kommentar von René im Gästebuch: "soso, etz kommts raus: du Bazi hast den FP net geschlossen und unseren Flugleiter nach seinem Feierabend einen Anruf der AIS beschert! Ha, kostet ein Scherdel (gibts im Tower) bei deinem nä Einschlag in EDQW 8)"

R,T,C

R,T,C

H,2xD-MWWW

H,2xD-MWWW

Hangar

Hangar

Als es draußen kälter wird, schieben wir die Fascis in den Hangar und bauen die Zelte auf. Johnny verabschiedet uns formvollendet und wir rücken in die Flugplatz-Pizzeria ein. Hier gibt es noch ein Bier zum Absacken.

C,B,I

C,B,I

N,R,W

N,R,W

H,N,R

H,N,R

Am Morgen wärmt die Sonne das Zelt und ich genieße den erwachenden Flugplatz. René bringt uns sogar ein Frühstück raus. Das ist super lieb!

Sonne

Sonne

Aeroclub

Aeroclub

Gastfreundschaft

Gastfreundschaft

Frühstück

Frühstück

Gegen 11:00 Uhr sind wir abflugbereit. Mit Rena wollen wir in Formation bis Zell-Haidberg fliegen. Dabei sollen ein paar Luftaufnahmen werden. Deshalb fliegt Cornelia in der BB mit. Auch B+H ändern ihre Pläne und kommen mit uns. Ein kurzes Briefing zu den Grundlagen der Formationsfliegerei und dann geht es zum Start.

Abflug

Abflug

Zum Start

Zum Start

Weiden EDQW

Weiden EDQW

Nach dem Sammeln fliegen wir zunächst unter der Basis in der Thermik. Dabei zeigt sich schnell, dass schon das Halten der Position innerhalb der Formation geübt sein will. Wir beschließen über die Wolken zu klettern. Hier klappt es schon wesentlich besser und wir versuchen uns an ersten leichten Kurven. Auf jeden Fall wird klar, dass eine vorzeigbare Formation nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt werden kann.

Irgendwann ist Rena weg und meldet, seine Propellerverstellung läuft auf 6900 RPM. Wir beschließen, sofort Zell anzufliegen. Dort funktioniert die Verstellung zwar wieder aber es ist sowieso an der Zeit zu landen. Zum Abschied gibt es noch ein Gruppenfoto und dann trennen sich unsere Wege nach Ost und West.

Rena

Rena

Tobik

Tobik

In Formation

In Formation

Abschied

Abschied

Bis zur Talsperre Pirk bei Plauen fliege ich unter der Basis. Dann klettere ich zuerst auf 8500 und später auf 9500 Fuß. Mit 235 km/h Groundspeed gleite ich nach Görlitz.

Talsperre Pirk

Talsperre Pirk

Basis

Basis

On Top

On Top

Reise

Reise

Vielen Dank an René für die liebe Einladung und die tolle Versorgung vom Scherdel bis zur selbstgemachten Marmelade!