Rundflug durch die Oberlausitz Fliegerclub Eibau-Oberlausitz e.V. Sektion Ultraleicht

PocketFMS Treffen 9. September 2006 in Heide-Büsum. Helgoland.

Tobias und Gerhard nach Kamenz, Stendal, Heide-Büsum, Helgoland, Uelzen und Kamenz

Kurzfristig entschließe ich mich zum PocketFMS Treffen nach Heide-Büsum zu fliegen. Gerhard wollte schon lange nach Helgoland. Diese beiden Ziele lassen sich an einem Wochenende trefflich verbinden.

Flug-Route

Ich starte 12:00 Uhr in Görlitz um Gerhard in Kamenz abzuholen. In Kamenz brauche ich für die Landung fast die ganze Piste. Eine Analyse ergibt eine erhöhte Leerlaufdrehzahl und eine zu große minimale Steigung an der Propellerverstellung. Da hat die Werkstatt wohl zu viel für die Laufruhe getan. Die Maschine wird einfach nicht langsam und schwebt ohne Ende. Keine guten Voraussetzungen für Helgoland.

Nächste Station ist Stendal. Damit teilen wir das lange Leg in zwei komfortable Hälften. Ausserdem kann ich in Stendal Günter Freitag besuchen. Günter ist im Sommer eine Wand im Hangar auf seine Zodiac gefallen, nachdem er uns auf dem Weg nach "Schottland" in Sedan verlassen hatte. Die Bilder der zermanschten Tragfläche sehen traurig aus.

Lausitz

Lausitz

Hinter Stendal sinkt die Basis von 3500 ft auf 2000 ft ab. Bald treffen wir wieder auf die Elbe und navigieren um die lästigen Atomkraftwerk ED-R herum. Dann ist es Zeit für den Einleitungsruf an Hamburg Turm, für den Stadtrundflug in Hamburg.

Hamburg

Hamburg

In Heide-Büsum herrscht reger Flugverkehr. Die Wettbewerbsmaschinen der Präzisionsflug-Meisterschaft kommen gerade von ihren Aufgaben zurück. Wir holen noch etwas aus und fädeln uns ins Endteil ein.

Elbe

Elbe

Büsum

Büsum

Auf dem Vorfeld sehe ich schon die Flugzeuge der bekannten Namen aus dem PocketFMS Forum. Die Crew sitzt auf der Terrasse. Wir werden genauso freundlich begrüsst wie es der Umgangston im Forum vermuten lässt. Kein Vergleich mit der Raubtierarena von P24. Bei allerbester Sicht können wir im Abendlicht sogar Helgoland sehen. Ein kurzer Spaziergang quer über den Flugplatz bringt uns zum Haus Sturmeck. Hier gibt es einen gemütlichen Grillabend mit Geschichten von Piloten aus ganz Europa.

Nach dem gemeinsamen Frühstück verabschieden sich am Morgen zuerst die UL-Flieger aus Norwegen. Mit geplanten 8h Flugzeit haben sie die längste Strecke vor sich. Auch wir gehen bald zum Flugplatz, um rechtzeitig den Flugplan nach Helgoland aufzugeben. Nach einem gründlichen Vorflugcheck für den Überwasserflug starten wir Richtung Nordsee. Über Inversion und Wasser herrscht absolut laminarer Wind. Kein noch so winziges Zupfen rüttelt an den Flächen. Die Fasci liegt in der Luft wie ein Brett.

EDXB

EDXB

Nordsee bei Ebbe

Nordsee bei Ebbe

Helgoland

Helgoland

Düne und Felsen

Düne und Felsen

Es dauert nicht lange, dann taucht Helgoland unter der Inversion auf. In der Platzrunde sind wir dann drei UL's. Es gibt genug Wind um den steilen Propeller auszugleichen. Trotz komfortabler 480 Meter auf Piste 15 setze ich respektvoll zu einer Kurzlandung an. Zur Belohnung kann ich ohne Backtrack abrollen.

Häfen

Häfen

EDXH

EDXH

In Gesellschaft

In Gesellschaft

Die Fähre bringt uns von der Düne auf den Felsen. Wir schlendern durch die Siedlung zu den Klippen. Durch die Kleingärten geht es zurück. Zu viel Zeit wollen wir nicht verbummeln, denn die Tage werden schon kürzer.

Schiffs-Kirche

Schiffs-Kirche

Die Klippen

Die Klippen

Büsum-Fähre

Büsum-Fähre

Auf der Düne holt uns die bittere Wahrheit ein. Bis 14:30 Uhr ist einfach niemand da. Die Mittagspause hatte ich nicht beachtet. Damit fällt der schöne Plan vom Inselhüpfen ins Wasser. Gegen den Gegenwind fliegen wir Richtung Heimat, um vor Platzschließung und Sonnenuntergang anzukommen.

In Uelzen gönnen wir uns den zweiten Tankstopp dieser Reise. Seit Stendal haben wir nichts mehr eingefüllt, denn vor Helgoland wollte ich möglichst leicht sein. In Uelzen läuft alles freundlich und zügig. Ein Glückstreffer für unsere Zwecke.

Mit der Fasci sind wir zum Glück auch gegen den Wind noch viel schneller als die Zodi bei Rückenwind. Schon lange vor 18:00 Uhr lande ich in Kamenz, um Gerhard wieder auszuladen. In Görlitz ist noch voller Vereinsflugbetrieb. Ich kann also noch ganz gemütlich einen Kreis um einen Heißluftballon ziehen und Borchert suchen, der heute in der Zodiac über 8h Gästeflüge gemacht hat. Gemeinsam schweben wir im Abendlicht in Görlitz ein.