Tannkosh 14.-16. Juli 2006
Borchert, Tobias, Aaron nach Zwickau, Tannheim, Speichersdorf und Großrückerwalde
Wir treffen uns Freitag Mittag in Görlitz. Der Himmel ist bedeckt, aber die Basis ist bestimmt 3000 Füsse hoch. Ein Anruf beim Wettermann ergibt einzelne Gewitter ab ca 50 km vor Tannheim, die sich zu einer Front verdichten könnten. Diese Vorhersage wirft unsere Motorflieger aus dem Rennen. Die UL sind also wieder unter sich. Unser Plan ist losfliegen und schlimmstenfalls unterwegs übernachten und Sonnabend früh die letzten km bis Tannheim machen.
Borchert ist mit der Fasci schon vorgeflogen um seinen Bruder in Pirna einzuladen. Weil die Basis in Pirna sehr tief ist, wollen wir nördlich um Dresden herum. Borchert will in Brauna warten und starten, wenn ich mit der Zodi drüberfliege.
Mit Christian war eine Überraschung für unsere Motorflieger geplant. Er kommt mit der Katana aus Altenburg um uns zu verabschieden. Bei Moritzburg klinkt er sich ganz unauffällig in die Formation ein.
Nächster Stop ist Zwickau. Hier wollen wir uns mit Ernst und Bernd treffen. Damit ist unsere Italien-Crew wieder komplett. Wir brauchen uns nicht erst aufeinander einzuspielen, denn wir waren ja schon 40h in Formation unterwegs.
Das Wetter bleibt trübe und die Sichten nicht optimal. So fliegen wir weit nördlich vom Vogtland nach Westen bis zur A9. Dort biegen wir nach Süden ab und dann IFR (I follow road) durch die Kontrollzone von Hof. In Bayreuth reissen die Wolken auf und bei bestem Wetter geht es um Nürnberg herum. Hier sehen wir schon vereinzelte Gewitterzellen im Süden. Von verdichteter Front keine Spur. Also ATIS Tannheim holen und in den Verkehr einfädeln. Gegenanflug 09 und schon geht es hinab.
Tannheim ist immernoch im Wandel. Dieses Jahr gibt es gigantisch viel Flugbetrieb. Sonnabend sind geschätzt 1300 Flugzeuge am Platz. Für Flugvorführungen scheint fast keine Zeit zu bleiben. Was dennoch geflogen wird scheint im Vergleich zu 2005 ziemlich schaumgebremst. Ob der deutsche Regulierungswahn auch Tannheim eingeholt hat?
Die Flugzeuge werden nach Typen sortiert aufgestellt. Zum Glück stehen die Fascinations und die Zodiacs nicht weit voneinander entfernt. Es sind unglaublich viele Fascis hier. Ein schönes Treffen.
Sonntag früh satteln wir die Hühner. Ernst will seine TL96 ins Werk bringen und dann mit dem Storch zurückfliegen. Bernd fliegt mit mir in der Fasci. Ich rangiere lange, bis ich die Fasci aus der verkeilten Parkposition auf die Flightline raus bekomme.
Erstes Ziel heute ist Speichersdorf. Bis hierher will uns Christian mit der Z42 aus Görlitz entgegenkommen. Das scheint zu einer schönen Tradition zu werden. Als Überraschung bringt er Jochen mit. Nach dem hektischen Aufbruch in Tannheim zieht hier wieder fränkische Ruhe ein.
Auf deutscher Seite geht es jetzt über Vogtland und Erzgebirge nach Großrückerswalde. Hier laden wir Bernd ab.
Weiter geht es jetzt mit Flugplan auf der tschechischen Seite am Erzgebirgskamm entlang. Ein wunderschöner Flug mit fantastischer Sicht von weit über 100 km. Dazu die ungewohnte Perspektive aufs Erzgebirge.
Wegfliegen ist schön. Nach Hause kommen schöner! Kurz nach dem Grenzüberflug melden wir uns im gaaaanz laaaangen Endteil 06.