Aus-Flug 6.+7. Mai 2006
Borchert+Emma, Tobias+Johann, Dieter+Rita und Ede nach Hodkovice, Mnichovo Hradiste und Chribská
Als ich 08:30 Uhr mit Johann auf dem Flugplatz ankomme sind Dieter und Borchert schon da und Ede schwebt gerade aus Rothenburg ein. Wir beladen Zodi und Fasci, tanken und machen Vorflug. 09:30 Uhr geben wir Ede ein paar Minuten Vorsprung, damit wir gemeinsam die Grenze überfliegen können.
Wir fliegen in lockerer Formation. Dieter navigiert bei suboptimaler Sicht. Für mich bleibt genug Zeit um mich nebenbei um Johann zu kümmern.
Während die andern auf der Air-Air Frequenz quatschen versuche ich Berlin - ähh München Information zu rufen. Seitdem Berlin von München anektiert wurde (sic) scheinen die etwas schwerhörig geworden zu sein. Ich muss erst auf 4000ft steigen, bevor Funkkontakt zustande kommt. Bleibt gerade noch Zeit genug, Ident zu drücken, bevor ich den Grenzüberflug melde. Prag dagegen ist deutlich und prompt wie immer.
Zodi: Praha Information, D-MNTH, dobri den
Praha: D-MNTH go ahead
Zodi: D-MNTH, on flightplan from EDBX to LKMH, just crossing the border near Zittau
Praha: D-MNTH, squawk 3334 and confirm you are a flight of four.
Zodi: D-MNTH, affirmative
Praha: Roger, radar contact, proceed
Tatsächlich sehen wir genau über der Grenze das Segel des Trikes leuchten. Kurz darauf taucht der Jeschken im Dunst auf. Westlich daran vorbei können wir Mnichovo Hradiste gar nicht verfehlen.
In Hradiste steht ein Red-Bull Zelt neben der Piste. Der Rollweg wird für Motorrad-Beschleunigungsrennen benutzt. Während die Mopeds Kunststückchen vorführen, schlendern wir zur Grenzkontrolle. Die Dame wartet schon. Allerdings sind 18,50 € pro Flugzeug nicht gerade ein Pappenstiel.
Ein kurzer Hüpfer von 8 Minuten bringt uns direkt ins Endteil der Piste 01 von Hodkovice. Dort gibt es ein kleines Rodeo. Und zum krönenden Abschluß schüttelt uns an der Waldkante neben der Schwelle das Lee von 12 kt Seitenwind nochmal kräftig durch. Dann gibt es einen ausgiebigen Plausch über die individuellen Erlebnisse beim Workout im Endteil.
Wenn wir über Mittag fliegen sind die Chancen gut, dass Johann ein Nickerchen macht. Also fliegen Borchert, Emma, Johann und ich nach Chribska. Das kennen wir bisher nur aus dem Auto. Ein Hüpfer von 30 min mit Bonusrunde um den Jeschken. Leider schüttelt uns der Nordwind kräftig durch. Im Anflug auf Chribska landet deshalb ausnahmsweise die Fasci zuerst. Zum Glück hat Borchert das Gepäck noch nicht ausgeladen und hat deshalb noch genug Wechselsachen an Bord.
Wir werden freundlich von einem lokalen Piloten begrüßt und bekommen gleich eine Plitzführung durch den Hangar. Zur Entspannung wandern wir noch ein Stück über die Wiesen.
Zurück geht es auf kürzestem Weg, um keine weiteren Probleme zu provozieren. Im Anflug auf Hodkovice fehlt
Borchert die LED vom rechten Fahrwerk. Manuelle Kontrolle bestätigt ein ausgefahrenes und verriegeltes Fahrwerk. Weit vor mir sehe ich die Fasci durchs Endanflug-Rodeo reiten. Während ich eindrehe kommt eine knappe Meldung:
D-MVBB, liegt mit abgelegter Fläche in der Piste
D-MNTH, verstanden - ich mache lange Landung
Beim Abrollen sehe ich schon die Massen auf die Bahn rennen um sich den Schaden zu besehen. Die Fläche wird angehoben, das Fahrwerk ausgefahren und die Fasci von der Bahn geschoben. Borchert besteht darauf, jetzt in der Kategorie der Piloten zu sein, die schon mal ohne Fahrwerk gelandet sind. Da müssen wir ihn aber enttäuschen.
Auf den ersten Blick ist kein größerer Schaden zu entdecken. Trotzdem wird der Flugbetrieb vorerst eingestellt. Wir hören uns inzwischen von Dieter die Schauergeschichten über alle Landungen des Tages an.
Später machen wir einen Spaziergang ins Dorf um Leib und Seele zu stärken. Der Abend endet schließlich im Clubheim mit einer leichten Unschärfe.
7. Mai 2006
Der nächste Morgen zeigt uns einen blauen Himmel mit viel besseren Sichten.
Irgendwann läutet Ede den Abschied ein, indem er als Erster zum Start rollt. Auch er möchte auf dem Weg nach Hradiste noch einen Kreis um den Jeschken drehen.
Dieter lässt sich noch Zeit für die unvermeidliche Zigarette.
Zurück in Görlitz bringt Borchert noch die Zodiac zur JNP in die Werkstatt. Richard bringt ihn in einer C-42 mit zurück. Kommentar Borchert: "Wenn Du denkst, die Fasci scheppert - dann setzt Dich mal wieder in eine ausgeleierte C-42."